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 Brückenschwestern des OSP Stuttgart e.V.
 

Historie der Brückenschwestern


Im Sommer 1988 fand eine Reise von Führungskräften aus dem Sozialbereich von Kirche und Land Baden-Württemberg nach London statt, um die Prinzipien der Hospizarbeit am Ort der Entstehung kennen zu lernen. Ein Ergebnis dieser Reise waren Überlegungen, wie die Verbindung zwischen klinischem und häuslichen Bereich - besonders bei schwerkranken Patienten - verbessert werden könnte.

Parallel dazu wurden am OSP Stuttgart ähnliche Überlegungen zur Verbesserung der Betreuung schwerkranker Tumorpatienten im häuslichen Bereich angestellt.

Im Ergebnis dieser Überlegungen wurde im Februar 1989 ein Antrag zur Finanzierung des Projektes zur "häuslichen Betreuung schwerkranker Tumorpatienten" im Krebsverband Baden-Württemberg gestellt und am 16.5.1990 bewilligt.

Die ersten Mitarbeiterinnen wurden im Frühjahr 1991 von der evang. Gesamtkirchengemeinde Stuttgart (zur Betreuung der Patienten des Projekt-Krankenhauses Diakonissenkrankenhaus) und im Herbst 1991 von der kath. Gesamtkirchengemeinde Bad Cannstatt (für das Projekt-Krankenhaus Robert-Bosch-Krankenhaus) eingestellt.

Dem Wesen eines Modellprojekts entsprechend gab es keine genauen Vorgaben, wie die Arbeit genau aussehen sollte. So wurde im Lauf der Zeit Vieles erprobt, verändert, neu erarbeitet. Und noch immer gibt es Veränderungen.

Das Projektteam hat für seine Tätigkeit die Bezeichnung "Brückenschwestern" gewählt, weil sie am besten die Funktion zu beschreiben schien: Brücke zwischen Krankenhaus und dem Zuhause des Patienten, Brücke zwischen Patient und Angehörigen, Brücke auch zum medizinischen und sozialen Umfeld, und nicht zuletzt eine Brücke vom Leben zum Tod. 1999 wurden die Begriffe "Brückenschwestern" und "Brückenhilfe" dann auch patentiert.

Zum 1.1.1994 wurde das Modellprojekt in die Regelfinanzierung durch die Krankenkassen überführt und seither sind die Brückenschwestern für alle Krankenhäuser zuständig, die zum OSP Stuttgart gehören. Seit 2001 können auch ambulant gemeldete Patienten betreut werden, sofern ihre Krankenkasse die monatliche Kostenpauschale übernimmt.

Inzwischen ist die Zahl der Brückenschwestern auf 10 gestiegen, die von einer Sekretärin unterstützt werden.

 

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