Nachsorgeleitstelle Mammakarzinom –
strukturiert und qualitätsgesichert durch die Brustkrebsnachsorge
Seit 1995 begleitet die Nachsorgeleitstelle Patientinnen und ihre nachsorgenden Ärztinnen und Ärzte mit Terminerinnerungen, der Erhebung von Nachsorgedaten und Lebensqualität, Informationen und Kontaktangeboten. Darüber hinaus sind qualitätssichernde Maßnahmen ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Nachsorgeleitstelle. Mit den strukturiert erhobenen Daten aus der Brustkrebsnachsorge werden Analysen und Studien zur Versorgungsforschung durchgeführt und die Ergebnisse gegebenenfalls in Fachzeitschriften publiziert.
Qualitätssicherung und Versorgungsforschung
Mit einem strukturierten Terminmanagement- und Dokumentationssystem steuert die Nachsorgeleitstelle aktiv die Brustkrebsnachsorge für teilnehmende Arztpraxen und Patientinnen. Orientierung gibt dabei die bundesweit geltende "S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“, die von einschlägigen Fachgesellschaften erstellt wurde und regelmäßig an neue Forschungsergebnisse angepasst aktualisiert wird.
Für das Ziel einer strukturierten, qualitätsgesicherten Nachsorge werden verschiedene Maßnahmen ergriffen:
- Terminmanagementsystem mit patientenbezogenem, strukturiertem Nachsorgebogen für die nachsorgenden Ärztinnen und Ärzte, der ausgefüllt an die Nachsorgeleitstelle zurückgesandt wird
- Erhebung der Lebensqualität der Patientin
- Erinnerung an leitliniengerechte Intervalle für Mammografie- und Mammasonografie
- Plausibilitäts- und Vollständigkeitskontrollen der Nachsorgedaten
- Diskrepanzen zwischen ärztlichem Nachsorgebogen und Lebensqualitätsbogen werden an die Ärztin oder den Arzt zurückgemeldet
- Dokumentation der Nachsorgedaten im einrichtungsbezogenen Klinischen Krebsregister des OSP
- Übermittlung der Vital- und Tumordaten an das Landeskrebsregister Baden-Württemberg
- Auswertung der Daten im Rahmen von Untersuchungen zur Versorgungsforschung
Kontakt
Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne an:
nsl@osp-stuttgart.de
Tel.: 0711 64558 83
Ihre Ansprechpartnerin:

Susanne Rössle
Koordinatorin Nachsorgeleitstelle
So funktioniert das Nachsorgeprogramm
Diese Fragen zur Anamnese und körperlichen Untersuchungen gehören dazu:
| **Anamnese | ***körperliche Untersuchung |
| Schmerzen Husten Atemnot Übelkeit Sehstörungen Schwäche/Müdigkeit Neurologische Auffälligkeiten Stauungsgefühl in einem Arm? Etwas auffälliges bemerkt? Medikamente Welche Untersuchungen wurden in letzter Zeit durchgeführt? |
Gesamtaspekt Symptomorientiert, im individuellen Fall: |

Mit einem niederschwelligen Kontaktangebot bietet die Nachsorgeleitstelle Orientierung bei der Klärung der vielfältigen organisatorischen und inhaltlichen Fragen, die nach einer Brustkrebserkrankung auftreten können und hilft bei der Vermittlung geeigneter Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern.
Teilnehmerinnen der NAchsorgeleitstelle können bei Fragen jederzeit KOntakt aufnehmen - ob per Telefon zu den üblichen Bürozeiten oder per E-Mail. Wir hlefen gerne!
Darüber hinaus veranstaltet die Nachsorgeleitstelle in Zusammenarbeit mit den vier Stuttgarter Brustkrebszentren Informationstage mit Vorträgen zu Themen rund um Brustkrebs und Nachsorge. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „ÜberLeben mit Krebs“ finden über das Jahr verteilt Workshops statt.
Auf Wunsch werden die Teilnehmerinnen der Nachsorgeleitstelle an ihre Nachsorge-, Mammografie- und Mammasonografietermine erinnert. Der Zeitpunkt der Erinnerung orientiert sich jeweils am letzten Nachsorgetermin und reagiert damit flexibel auf Terminverschiebungen