Benchmarking am OSP Stuttgart –
Lernen von dem Besten

Für die stetige Optimierung der Patientenversorgung etablierte der OSP Stuttgart für die Tumorarten Brustkrebs und Darmkrebs das Benchmarking. Damit haben die Mitglieds­krankenhäuser für ihre Brustkrebszentren bzw. Darmkrebszentren die Möglichkeit ihre Qualität untereinander zu vergleichen.

Das Benchmarking wird seit 2003 durchgeführt und hat sich seither zu einem wichtigen Instrument für Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung entwickelt. Aufgrund der Konstellation des OSP Stuttgarts ist das Benchmarking in dieser Form einmalig in Baden-Württemberg.

Was bedeutet Benchmarking?

Benchmarking ist ein Leistungsvergleich. Ziel ist es, Stärken und Schwächen zu identifizieren, Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten und die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern. Die Mitgliedskrankenhäuser bzw. die Brust- und Darmzentren haben damit die Möglichkeit, ihre Prozess- und Ergebnisqualität untereinander zu vergleichen und voneinander zu lernen (learning from the best).

Was wird für das Benchmarking benötigt?

Für das Benchmarking werden, neben den Routinedaten aus dem Krankenhaus­infor­ma­tions­system, Nachsorgedaten (Follow-up) und Lebensqualitätsdaten benötigt. Nach Einwilligung durch die Patientin bzw. den Patienten erhebt das Zentrum die Nachsorgedaten jährlich bei der niedergelassenen Ärztin bzw. dem niedergelassenen Arzt. Parallel dazu werden die Lebens­qualitätsdaten bei der Patientin bzw. dem Patienten einmal pro Jahr eingeholt.

Zur Aufrechterhaltung der Vergleichbarkeit der Daten, erfolgt der Einschluss der Patientinnen und Patienten nach definierten Ein- und Ausschlusskriterien:

·       Primärbehandlung in einem OSP-Mitgliedskrankenhaus

·       Keine vorherigen Krebserkrankung

·       Keine Metastasierung bei Diagnosestellung

·       Alter bei Diagnose > 70 Jahre

Die Routinedaten, Nachsorgedaten und Lebensqualitätsdaten gehen in die Datenanalysen ein. Des Weiteren werden spezifische Qualitätsindikatoren untersucht. Diese Analysen führen Biometriker durch. Mit dem Institut für Klinische Epidemiologie und angewandte Biometrie (IKEAB) der Universität Tübingen besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Seit der Einrichtung einer eigenen Biometrie am IVO des OSP Stuttgart werden die Auswertungen intern durchgeführt.

Die Präsentation der Ergebnisse der Datenanalyse erfolgt in interdisziplinären kollegialen Workshops. Bei Unterschieden zwischen den Zentren, entwickeln diese gemeinsam Strategien sogenannte PDCA-Zyklen. Nach einer eingehenden Ursachenanalyse und unter Einbindung aller Beteiligten, werden Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung erarbeitet.

Die Workshops dienen auch der Entwicklung weiterer qualitätsrelevanter Fragestellungen und gegebenenfalls der Festlegung neuer Auswertungskriterien.

Das Team des Benchmarking

Gundula Essig

Gundula Essig

Biometrie

Alexander Stemke

Alexander Stemke

Biometrie

Andrea Hehl

Andrea Hehl

Datenmanagement -
Tumordokumentation/
Zertifizierungen

Christine Stumpp

Christine Stumpp

Datenmanagement - Auswertungen

Onkologischer Schwerpunkt Stuttgart e.V.
Schloßstr. 76
70176 Stuttgart

Tel.: 0711 64558-80
Fax: 0711 64558-90
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